Notaufnahmen von Kliniken müssen darauf eingestellt sein, Notfallpatienten rund um die Uhr angemessen zu versorgen. Dies kostet Geld, da das notwendige medizinische Personal immer vor Ort sein muss, auch wenn nur wenige Patientinnen und Patienten versorgt werden. Der Gesetzgeber hat hierauf reagiert und beschlossen, dass diese Vorhaltung für die Notfallversorgung gesondert bezahlt werden soll, und zwar abhängig von dem Umfang der Vorhaltung.

Derzeit legt der Gemeinsame Bundesausschuss unterschiedliche Stufen der Notfallversorgung fest. Die DGINA hat in einem Positionspapier dargelegt, was aus ihrer Sicht in den Notaufnahmen der Kliniken vorgehalten werden muss, um eine gute Versorgung der Patientinnen und Patienten zu erreichen.

Hierzu gehören u.a. eine zentrale Notaufnahme, die Durchführung einer strukturierten Ersteinschätzung, um dringend behandlungsbedürftige Patienten rechtzeitig zu identifizieren, Die Verfügbarkeit einer Computertomographie rund um die Uhr und eine ausreichende Personalausstattung.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat den Stand der aktuellen Diskussion im G-BA in einem Bericht zusammen gefasst und dargelegt, dass aus Sicht der Krankenhäuser keine zusätzlichen Anforderungen an die Notfallversorgung gestellt werden sollten, wenn die Finanzierung hierfür nicht gesichert ist. Die DKG sieht sich hierbei im Widerspruch zu dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen, die die Qualitätsanforderungen erhöht sehen wollen.