Wie einfach es ist, mehr Menschenleben zu retten, hat am 26.06.2017 die BKK VBU bei der Auftaktveranstaltung ihres Projektes „Herzenssache“ gezeigt.
Herzenssache ist es, möglichst viele Menschen zu schulen, eine Herzdruck-Massage bei einem Bewusstlosen durchführen zu können. Dies erhöht die Chancen, ohne Schäden einen Herzinfarkt zu überleben, für den Betroffenen drastisch. Noch immer gibt es zu wenige, die wissen, wie sie schnell helfen können. Notfalltrainer Frank Risy wies insbesondere darauf hin, dass viele Familienangehörigen von Personen, die einen Herzinfarkt erlitten haben, hilflos daneben standen und schließlich nur noch der Tod des geliebten Menschen festgestellt werden konnte.
Andrea Galle (Vorstand der BKK VBU) ist nicht nur Initiatorin des Projektes „Herzenssache“, sondern schreitet ganz aktiv voran. Sie hat es bereits geschafft, 1.000 Mitarbeiter ihrer Krankenkasse zu schulen, und hat in allen ihren Einrichtungen mobile Defibrillatoren zur Lebensrettung angeschafft. Ein guter Anfang und ein Vorbild für viele Unternehmen. Das geht alle an.
„Nur Mut: Prüfen – Rufen –Drücken!“
Wichtigster Hinweis an das Laienpublikum war, dass eine Mund-zu-Mund-Beatmung für den Ersthelfer nicht mehr erforderlich ist. Entscheidend ist die Herzdruckmassage bei einem Bewusstlosen. So kann der im Blut vorhandene Restsauerstoff weiter im Körper des Betroffenen bis hin zum Gehirn transportiert werden. Dies sichert die Versorgung bis zum Eintreffen der professionellen Rettungskräfte.
Wie kinderleicht das geht, hat nicht nur Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe persönlich gezeigt, sondern auch zwei Kinder. Helge konnte sogar ohne jede Schulung im Rahmen der Demonstration den mobilen Defibrillator anbringen und einsetzen.
Prof. Dr. Bernd Böttiger (Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin an der Uniklinik Köln) wies immer wieder auf eines hin: Drücken – Drücken – Drücken!

Das kann jeder.
Unterstützt wird das Projekt nicht nur durch den Dachverband der BKK, sondern auch durch medizinische Fachgesellschaften, die Berliner Feuerwehr, Rettungsdienste, Vereine und das Nationale Aktionsbündnis Wiederbelebung.
Die Deutsche Stiftung Akut- und Notfallmedizin findet das Projekt großartig! Wenn alle zusammenarbeiten, dann wird es gut.

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